Millbrook/Schwalbach, 14. September 2016 – Jaguar Land Rover hat im Rahmen der britischen Fachmesse CENEX 2016 einen Ausblick auf ein revolutionär neues Achtstufen-Automatikgetriebe gegeben.

Das 35 Millionen teure und staatlich geförderte Forschungsprojekt TRANSCEND soll die Effizienz künftiger Konzernmodelle und deren Offroad-Fähigkeiten weiter verbessern. Dazu wartet es neben einer Doppelkupplung mit einer extrem weiten Übersetzungsspreizung von 20:1 auf. Als Folge kommt die Automatik, die auch für den Einsatz von Hybrid- und Elektrotechnologien ausgelegt ist, ohne konventionelles Verteilergetriebe für eine Geländeuntersetzung aus. Nick Rogers, Vorstand Entwicklung, Jaguar Land Rover, sagt: „Umweltfreundliche Innovationen sind Kern unserer Strategie zur deutlichen Reduzierung von Emissionen. Dank der neuen Ingenium Benzin- und Dieselmotoren sowie Entwicklungen wie dem TRANSCEND Getriebe wird Jaguar Land Rover seinen CO2-Fußabdruck bis 2020 um weitere 25 Prozent senken.“

Die zweitägige CENEX Messe (14./15. September) auf dem Testgelände von Millbrook gilt als britische Leistungsschau für alternative Antriebstechnologien. Highlight auf dem Jaguar Land Rover-Stand ist das Forschungsprojekt der Achtstufen-Automatik TRANSCEND. Es kombiniert innovative Mechanik und zukunftsträchtige Fertigungsmethoden zu einem kompakten und leichten Selbstschalter. Im Vergleich zu konventionellen Automatikgetrieben ragt die mehr als doppelt so weite Übersetzungsspreizung von 20:1 heraus. Als Folge kommt das um rund 20 Kilogramm gewichtsoptimierte TRANSCEND ohne ein separat zuschaltbares Verteilergetriebe für die Geländeunterstützung aus. Der Übergang vom Onroad- zum Offroad-Betrieb (und umgekehrt) erfolgt daher absolut nahtlos. Neben den weiter gesteigerten Geländeeigenschaften steht ein rund zehn Prozent niedrigerer Verbrauch in Aussicht. TRANSCEND verfügt des Weiteren über ein Doppelkupplungssystem und e-Drive-Technologien, die auch einen Hybrid- oder reinen Elektrofahrbetrieb gestatten. Die zukunftsträchtige Kraftübertragung ist für den Einbau in Allrad-Modelle und Fahrzeuge mit Heckantrieb und längs eingebautem Motor ausgelegt.

Nick Rogers sagt: „TRANSCEND unterstreicht Jaguar Land Rovers Verpflichtung zur Entwicklung intelligenter Technologien zur weiteren Steigerung des Fahrerlebnisses und der Umweltperformance unserer Fahrzeuge. Es wird das Fahren und Manövrieren im Gelände so leicht machen wie nie zuvor; zugleich werden sich auch die Fahrdynamik auf befestigten Straßen und die CO2-Emissionen verbessern.“

Niedrigemissions-Zukunft

Jaguar Land Rover hat in den letzten Jahren signifikante Investitionen in neue Technologien und umweltpolitische Innovationen getätigt. Die Vision reduzierter Emissionen und Verbräuche gründet sich auf drei Grundpfeiler: Energieeffizientere Antriebe, intelligente Leichtbaukonzepte und eine effizientere Speicherung von Energie im Fahrzeug.

Das mit staatlicher Förderung gestartete TRANSCEND Programme zielt auch darauf, die Produktion von Getrieben ins Vereinigte Königreich zurückzuholen und für den Export von in Großbritannien entwickelten Hybridtechnologien zu werben. Dazu entwickelt Jaguar Land Rover mit Hochdruck unter anderem leichtere Komponenten und energieschonendere Produktionsmethoden.

Seit 2008 hat Jaguar Land Rover die Stellen für Motoreningenieure verdoppelt und stark in die Entwicklung neuer und alternativer Antriebslösungen investiert, um die CO2-Emissionen der Jaguar und Land Rover Modelle in den nächsten fünf Jahren um weitere 25 Prozent zu senken.

Werkeinsatz in der Formel E markiert Comeback im internationalen Motorsport
Jaguar Land Rover hat sich auch zur Einführung elektrifizierter Antriebe verpflichtet und seine Ambitionen durch den Einstieg von Jaguar in die FIA Formel E Meisterschaft 2016/17 unterstrichen. Das Werksengagement markiert Jaguars Rückkehr in den internationalen Motorsport. Die Rennen der Formel E treiben die Elektromobilität in neue Dimensionen und liefern den Ingenieuren wertvolle, weil unter härtesten Bedingungen gesammelte „real world“-Daten. Mit Hilfe dieses Fundus und der sonstigen Erfahrungen sind Techniktransfers zwischen Rennauto und Serienmodell leichter umzusetzen.

Quelle: Land Rover Deutschland