Bei den Classic Days im anglophilen Setting des Wasserschlosses Dyck bei Jüchen in der Nähe von Düsseldorf ist Land Rover am ersten August-Wochenende mit zwei Raritäten neu dabei.

Der dreitürige Range Rover von 1979 gilt als Urahn moderner SUV; der 1949er „Landy“ Serie I kann dank diverser Kraftabnahmen sogar Kreissägen oder Presslufthämmer antreiben.

Schloss Dyck ist eines der schönsten Wasserschlösser des Rheinlands. Das „deutsche Goodwood“ ist kraft seines anglophil angehauchten Settings eine Bilderbuchkulisse für die Präsentation schöner und historisch wertvoller Preziosen von Jaguar und Land Rover.

Range Rover „Classic“ – Vorläufer der SUV und erster 4x4 in Großserie

Der Bahama-Beige lackierte, dreitürige Range Rover von 1979 wird von einem 3,5-Liter-V8 angetrieben. Der heute als Range Rover Classic titulierte „Range“ gilt als Vorläufer moderner SUV. Denn er vereinte luxuriöses Ambiente und gediegenen Langstreckenkomfort mit hoher Geländetauglichkeit. Der Alu-V8 leistet 135 PS und wird von zwei Zenith-Stromberg-Vergasern gespeist; 1984 stellte Land Rover ihn auf Benzin-Einspritzung um, 1989 stieg zusätzlich der Hubraum auf 3,9 Liter. Der von 1970 bis 1996 gebaute Range Rover Serie I basierte auf einem Leiterrahmen mit zwei Starrachsen und Scheibenbremsen an Vorder- und Hinterachse; er war auch das erste Großserienauto mit permanentem Allradantrieb. Schon 1982 konnte Land Rover den Bau des 100.000sten Range Rover feiern. Im Verlauf der 25-jährigen Bauzeit brachte Land Rover eine Vielzahl von Verbesserungen und Variationen auf den Markt, darunter 1981 die Version mit vier Türen und 1982 ein Automatikgetriebe. 1986 erschien der erste Range Rover mit Dieselantrieb und 1989 war er sogar der erste Geländewagen weltweit mit ABS. 1992 schließlich hielten auch eine Traktionskontrolle und die elektronisch gesteuerte Luftfederung erstmalig im 4x4-Markt Einzug.

Land Rover Serie 1- das Urmodell war Freund aller Landwirte

Der von Land Rover ausgestellte Serie I genießt außerhalb von Events wie den Classic Days ein geruhsames Pensionärs-Dasein im Land Rover Experience Center in Wülfrath. Der urige „Landie“ stammt noch aus dem ersten Produktionsjahr 1949 und wurde wie alle sehr frühen Modelle für den Einsatz in der Landwirtschaft konzipiert. Davon zeugt noch heute ein Riemenscheibenanschluss an der hinteren Stoßstange. Dank diverser anderer Kraftabnahmen rund ums Auto konnte solch ein Land Rover so unterschiedliche Gerätschaften wie Kreissägen oder Presslufthämmer antreiben. Eine von der Kurbelwelle angetriebene Spill-Winde am Bug konnte sie bis zu 1150 Kilo ziehen. Der 1,6 Liter große Vierzylinder-Benziner des Allzweckmobils hat hängende Ein- und seitliche Auslassventile und leistet 50 PS. Bei dem zweitürigen Pick-up schützt bei Regen nur eine Plane mehr schlecht als recht die Fahrerkabine. Es dauerte aber nur bis 1950, ehe Land Rover auch eine Version mit festem Dach ins Programm aufnahm.

Quelle: Land Rover Deutschland

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